Samstag22° C
Sonntag17° C
Montag22° C
Dienstag20° C

Hotel
Hotel Garni, Pension, Gasthof
Ferienwohnung
Bauernhof FeWo
Bauernhof Gästezimmer
Gruppenunterkunft
 

Webcams

Newsletter
Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter
Regionales & Infos » Geschichte
 
Geschichte des Kleinwalsertal
 
 
Das Kleinwalsertal wurde im Jahre 1270 von den aus der Schweiz kommenden Walsern besiedelt, die zur Volksgruppe der Alemannen gehören. Durch diese Herkunft unterscheiden sich die Bewohner sprachlich noch heute von den der umliegenden Gemeinden. Ihr Dialekt wird den höchstalemannischen Dialekten zugeordnet, während man im Allgäu einen niederalemannischen Dialekt und im restlichen Vorarlberg einen hochalemannischen Dialekt (Vorarlbergerisch) spricht.
 
  • 1059: Die älteste urkundliche Erwähnung des Gebiets des Kleinwalsertals ist auf den 5. Februar 1059 datiert. Mit dieser Urkunde schenkte König Heinrich IV. dem Bischof Heinrich II. von Augsburg ein Gebiet, das an das heutige Kleinwalsertal grenzte. In dieser Urkunde wird auch zum ersten Mal der größte Bach, welcher durch das Tal fließt, mit seinem bis heute fast gleich gebliebenen Namen “praitahe” (Breitach) und der höchste Berg des Tals mit “widerostein” (Widderstein) erwähnt.

  • 1270 - 1300: Die ersten Bewohner des Kleinwalsertals kamen um etwa 1270 aus dem Oberwallis. Politische und wirtschaftliche Gründe veranlassten sie dazu, ihre Heimat zu verlassen. Fünf Walliser Familien unter der Führung von Hans Wüstner kamen damals über den Hochalppass in das noch unbewohnte Breitachtal. Das Tal gehörte zum Zeitpunkt der Einwanderung der ersten Walser dem Freiherrn von Rettenberg (Röthenberg). Den Walsern wurde die Rodung und Ansiedelung in dem zuvor nur zur Jagd benutzten Gebiet gestattet. Sie mussten lediglich einen Laib Käse pro Familie und Jahr an den Freiherrn abgeben. Erste urkundlich erwähnte Namen des Kleinwalsertals sind das Breitachtal, Mittelberg und das Tal zu den Wüstner. Anfangs bildete die Siedlung Mittelberg mit anderen Siedlungen, wie Lech, Zug, Warth und Krummbach die Kolonie Tannberg.

  • 1350/51: Tod des letzten männlichen Erben der Rettenberg. Das Tal kam in den Besitz von Adelheit von Waldburg welche das Breitachtal 1351 an die Gebrüder von Heimenhofen verkaufte.

  • 1451 - 1453: Die Walser nahmen Graf Ulrich von Werdenberg-Sargans und Hans von Rechberg, welche wegen einer unbekannten Streitigkeit auf den Tannberg kamen, gefangen und misshandelten sie. Herzog Sigmund von Tirol ersuchte um Entlassung der beiden. Dies wurde jedoch abgelehnt. Später wurde Ulrich von Werdenberg freigelassen. Hans von Rechberg blieb allerdings gefangen. Daraufhin befreite Herzog Sigmund Hans von Rechberg mit Waffengewalt und eroberte dabei die komplette Tannberger Kolonie. Die Tannberger verloren dabei all ihre Rechte, wie es aus einer Ergebungsurkunde vom 11. März 1453 hervorgeht. Die Tannberger und Mittelberger unterstanden nun dem Habsburger Herzog Sigmund und gehörten somit von diesem Tag an zu Österreich. Die Tannberger und Mittelberger wurden dem Gericht von Bregenz zugeteilt. Dieses für die Mittelberger Geschichte sehr bedeutende Ereignis führte auch zur ersten urkundlich auffindbaren Erwähnung über die Existenz der Walser im Kleinwalsertal.

  • 1460: Der bisherige Besitzer des Breitachtals, Jörg von Heimenhofen in Fischen, war natürlich nicht mit der Besetzung des Tals durch den Tiroler Herzog einverstanden. Aber da er mit Waffengewalt gegen den Herzog nichts ausrichten konnte, ließ er sich nach langen Verhandlungen am 28. Oktober 1460 auf einen Vergleich ein. Darin verzichtete er auf Tannberg und Mittelberg mit all seinen Rechten und begab sich in den Dienst des Herzogs. Dafür erhielt er als Entschädigung 1000 rheinische Gulden in bar.

  • 1500: Die Walser erlangten wieder die Patronatsrechte, die zuvor Erzherzog Maximilian ausübte. Damit hatten die Walser alle Rechte wieder erlangt, die sie 1453 verloren hatten.

  • 1531: Am 15. Juli 1531 wird nach lagen Streitigkeiten zwischen Hugo von Montford (Immenstadt) und Sigmund (seit 1477 Erzherzog) und deren Nachfolger, der Mittelberg dem Kaiser Maximilian I. (aus der steirischen Linie der Habsburger und Adoptivsohn von Erzherzog Sigmund) ohne weitere Bezahlung zugeteilt. Von diesem Jahr an wurde die Zugehörigkeit von Mittelberg zu Österreich nicht mehr angefochten und verblieb unter dieser Herrschaft bis 1806.

  • 1563: Unter Kaiser Ferdinand I. (1521 – 1564; zweiter Sohn von Kaiser Maximilian und Nachfolger Maximilians in Österreich) erhalten die Walser ihr eigenes Gericht am 1. April 1563. Die Mittelberger unterstehen somit nicht mehr dem Gericht Tannberg.

  • 1806: In Folge der napoleonischen Kriege erlischt das Heilige Römische Reich Deutscher Nation und durch den Pressburger Frieden wird Vorarlberg, einschließlich Mittelberg, dem Königreich Bayern zugeschlagen. Von diesem Zeitpunkt an hat Mittelberg unter einer enormen steuerlichen Abgabenlast zu leiden.

  • 1810: Das Mittelberger Gericht wird abgeschafft. Neuer Gerichtssitz ist das Landgericht Bezau im Bregenzerwald.

  • 1814: Am 7. Juli 1814 wird Vorarlberg wieder in das Habsburger Kaisertum Österreich eingegliedert. Im Tal wird dieser Staatenwechsel unter anderem mit einem Bergfeuer und brennenden Fässern, die unter allgemeinem Jubel der Bevölkerung von den Bergen gerollt werden, gefeiert.

  • 1891: Durch die Konsolidierung des Königreiches Bayern und der k.u.k.-Monarchie Österreich-Ungarn und die Errichtung von Zollschranken wird das Wirtschaftsleben der Walser sehr stark erschwert. Wegen fehlender Straßenverbindungen zum übrigen österreichischen Staatsgebiet wird der Warenaustausch fast unmöglich gemacht. Die Hauptgeschäfte, mit landwirtschaftlichen Produkten wie Vieh, Käse, und Butter gemacht, waren bis dahin nach Bayern ausgeführt und dort verzollt worden. Ab 1878 verschärfte Bayern seine bisherigen Zollbeschränkungen und untersagte den Walser Landwirten den Viehverkauf im benachbarten Allgäu, obgleich dies seit Jahrhunderten üblich gewesen war. Die Landwirte waren nun gezwungen, ihr Vieh über Berge und Pässe zu den Vorarlberger Märkten zu treiben. Da das Zurücktreiben des Vieh zu aufwändig und unwirtschaftlich war, verkauften die Landwirte ihre Tiere zu aktuell gebotenen Preisen, die auch sehr ungünstig sein konnten. Fast das gesamte 19. Jahrhundert kämpften die Walser Bürger für eine Sonderwirtschaftszone und 1891 erreichten sie dieses Ziel. Die Gemeinde Mittelberg erhielt den lange ersehnten Status eines Zollausschlussgebiets. Damit war der freie Warenverkehr mit Deutschland wieder für landwirtschaftliche Produkte und andere wichtige Handelsgüter möglich. Von da an ging es im Tal wirtschaftlich wieder aufwärts.
 

Aufgenommen ca. 1900
 
  • 1918/19: Nach dem 1. Weltkrieg und der Auflösung des Vielvölkerreiches Österreich-Ungarn wurden auch die Bewohner des Tales zu Bürgern der neuen Republik Österreich (1918/19: Deutschösterreich).

  • 1930: Buslinie Oberstdorf - Mittelberg wird in Betrieb genommen.

  • 1933: Eine Ausnahmeregelung, welche das Kleine Walsertal von der 1000 Mark-Sperre des Deutschen Reiches befreite, führte zu wachsendem Fremdenverkehr.

  • 1939: Mit dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich wurden auch die Vorarlberger und damit die Walsertalbewohner zu reichsdeutschen Bürgern.

  • 1940: Der Parsennschlepplift in Riezlern geht als erster Skilift des Tales in Betrieb.

  • 1950: Der Heuberg-Sessellift in Hirschegg ist fertig gestellt.

  • 1955: Die neue Kanzelwandbahn nimmt ihren Betrieb auf und erschließt ein attraktives Ski- und Wandergebiet.

  • 1966: Die Walmendingerhornbahn in Mittelberg, die zweite Bergbahn, wird eröffnet. Die Skiregion "Ifen 2000" folgt im Jahre 1972.

  • 1980: Die bereits im Jahre 1960 erreichte Nächtigungszahl von einer Million erhöht sich auf 1,7 Millionen bei ca. 12.000 Fremdenbetten. Insgesamt stehen als Aufstiegshilfen 30 Schlepplifte, 6 Sessellifte und 2 Kabinenbahnen dem Tourismus zur Verfügung.

  • 1982: Das Walserhaus in Hirschegg öffnet seine Pforten und hat sich in den Folgejahren als Mehrzweckgebäude bestens bewährt.
 
Aktuelle Veranstaltungen
Donnerstag, 29.06.2017
20.00 Uhr Sommerkonzert der Trachtenkapel..

Samstag, 01.07.2017
15.00 Uhr Kulturfeschtle - Fest der Kultu..

Samstag, 08.07.2017
20 Uhr Ö3-Disco Kleinwalsertal

Samstag, 15.07.2017
10 Uhr Großer Feuerwehrball & 25 Jahre..

Samstag, 29.07.2017
17:00 Uhr Widderstein Trail 15 km | 980 Hm

Sonntag, 30.07.2017
06:00 Uhr Walser Ultra Trail 65 km | 4.20..

mehr Veranstaltungen »
Anzeige

Pauschalen
Gipfelspass Kleinwalse..
7 Übernachtungen pro Person
€ 488,00
Sonnenburg
Genuss- & Aktivhotel
Riezlern
zu den Pauschalen »

Restaurantführer
Gondelstube
Restaurant Café
Riezlern / Kleinwalsertal
zum Restaurantführer »

NEWS // Aktuelle Meldungen

Immobilien im Kleinwalsertal

Immobilien im Kleinwalsertal

Viele sind noch auf der Suche nach der passenden Region zur Verwirklichung ihres Wohntraums. Dabei eignet sich das Kleinwalsertal geradezu perfekt für ein Ferien- oder Wohnhaus. Auch als Anlageobjek...

weiterlesen

alle Anzeigen

 
» Werbemöglichkeiten      » Impressum      » Datenschutz      » Rechtliche Hinweise © 2007-2017 kleinwalsertal-aktuell.com made by Werbewind.com