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Seilbahnen: Verkehrsmittel der Zukunft?

GĂ€ste des Skigebiets Ifen kommen ganzjĂ€hrig auf ihre Kosten, denn hier erwartet sie eine atemberaubende Landschaft und im Sommer wie im Winter Spaß bei Wander- beziehungsweise Pistentouren. Besonderes Highlight sind die neuen Bergbahnen Ifen I und Ifen II, die die vorherige Ifen- sowie die Hahnenköpflebahn ersetzen. Sie wurden im Dezember 2017 in Betrieb genommen und zĂ€hlen zu den modernsten Anlagen ĂŒberhaupt. Schon seit einiger Zeit wird viel darĂŒber diskutiert, inwiefern Seilbahnen ein nachhaltiges Verkehrs- und Transportmittel fĂŒr die Zukunft sind.

Ifen I und II

Die Ifen-Bahnen im Kleinwalsertal wurden von der Firma Doppelmayr gebaut. Das in Wolfurt ansĂ€ssige Unternehmen ist WeltmarktfĂŒhrer im Seilbahnbau und beschĂ€ftigt allein in der Region um die 1.000 Mitarbeiter. Die Ifen-Anlagen gehören zur neuen D-Linie des Unternehmens, die mit zukunftsweisender Seilbahntechnologie und einem sehr hohen Komfort fĂŒr alle GĂ€ste aufwartet. Die modernen 10er-Kabinen offerieren 5 Zentimeter breitere SitzplĂ€tze, WLAN und einen barrierefreien Einstieg. Bester Komfort fĂŒr den Fahrgast ist auch die Konzeption: Die Bahnen wurden so entworfen, dass FahrgĂ€ste von der Talstation bis zur Bergstation auf 2.030 Meter Höhe fahren können, ohne umsteigen zu mĂŒssen. Mit einer Geschwindigkeit von 6 Metern pro Sekunde ist man innerhalb von 20 Minuten an der Bergstation. DarĂŒber hinaus sind die neuen Bahnen sehr leise - ein absoluter Pluspunkt fĂŒr moderne Transportmittel.

Seilbahnen als sanftes Verkehrsmittel

Ifen I und II zeigen, was zukĂŒnftig möglich ist, und Doppelmayr arbeitet daran, Seilbahnen als umweltfreundliches Verkehrsmittel zu etablieren. In einigen LĂ€ndern, darunter Bolivien, in denen das grĂ¶ĂŸte Seilbahnnetz der Welt entstanden ist, wird das schon eindrucksvoll praktiziert. Die bolivische Stadt La Paz hatte aufgrund des stark zunehmenden Verkehrs große Probleme und löste diese mit einem Seilbahnnetz als Teil des öffentlichen Verkehrs. Die drei Seilbahn-Linien transportieren mittlerweile je 1 Million Passagiere pro Monat - und das ganz ohne Stau, Feinstaub, LĂ€rm und hohe Emission.

Moderne Seilbahnsysteme sind ein zukunftstrĂ€chtiges Verkehrsmittel, denn sie ermöglichen einen schnellen Transport ohne Staus und Abgase. Vor allem die sehr geringe Emission ist ein wichtiges Merkmal. Seilbahnen scheiden bei Emissionswerten im Vergleich mit ZĂŒgen, Bussen und PKW deutlich besser ab. Eine Studie aus dem Jahr 2009 zeigt, dass ein Benzin-PKW in der Ebene circa 248 Gramm CO2 ausstĂ¶ĂŸt, die Seilbahn (bei einer Auslastung von 50 Prozent) nur 27 Gramm. Vielfach kritisiert wird die Zerstörung der UmweltflĂ€chen, die der Bau der Seilbahnen mit sich bringt. Auch hier gibt es allerdings gewichtige Gegenargumente, denn der Bau einer Straße mit vergleichbaren Transporteigenschaften wĂŒrde eine wesentlich grĂ¶ĂŸere Umweltbelastung darstellen. Straßen - besonders in schwierigen Regionen wie den Bergen - mĂŒssten viel breiter sein und durchgĂ€ngig gebaut werden. Seilbahnen hingegen kommen mit schmalen Trassen aus, die in der Regel nur in gewissen AbstĂ€nden entsprechende StĂŒtzbauwerke auf dem Boden benötigen.

In Skigebieten wie dem Kleinwalsertal ist man auf Seilbahnen angewiesen, denn sie ermöglichen den problemlosen Weg durch die alpine Region. In vielen StĂ€dten allerdings steht man dieser modernen Beförderung kritisch gegenĂŒber, nicht zuletzt aus Sorge um die PrivatsphĂ€re. Es wird bemĂ€ngelt, dass man aus den Fenstern der Gondeln auf die GrundstĂŒcke der Anwohner sehen kann. Doch wie lange kann sich dieses Argument gegenĂŒber der hervorragenden Umweltbilanz, die Seilbahnen aufweisen, halten? Nachhaltigkeit ist ein immer wichtiger werdendes Thema, das in Zukunft keinesfalls ignoriert werden kann.

Umwelt und Wirtschaftlichkeit liegen im Trend

Umwelt und Wirtschaftlichkeit zu vereinen ist eine Herausforderung fĂŒr jedes Unternehmens. Doppelmayr drĂŒckt das nicht nur ĂŒber seine innovativen Projekte aus. Auch bei internen AblĂ€ufen legt das Unternehmen Wert auf die Vereinbarkeit beider Komponenten. Seit Jahren wird die Intralogistik sanfter. Gabelstapler und Hubwagen sind wichtige Bestandteile, und immer hĂ€ufiger werden Modelle mit schĂ€dlichem Verbrennungsmotor durch verschiedene hydraulische oder elektrische Systeme ersetzt. Stapler wie die von Jungheinrich sind in fast jedem Unternehmen zu finden. Doppelmayr setzt auch auf den Einsatz von Erdgasstaplern statt solchen mit Verbrennungsmotor. Die Staplerflotte ist gĂŒnstig und schnell zu betanken, was einen effizienten Arbeitsablauf im Bereich Lager und Versand ermöglicht und gleichzeitig die Umweltbelastung senkt.

 

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Flickr 11.1 La Paz-18 Esmée Winnubst CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

 
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