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Mit der Helmkamera im Kleinwalsertal

Im Kleinwalsertal inmitten der AllgĂ€uer und Vorarlberger Berge kommen Wintersportler voll auf ihre Kosten. Hunderte Pistenkilometer auf zahlreichen abwechslungsreichen Abfahrten bieten jeder Könnerstufe die passende Nische. Immer hĂ€ufiger dokumentieren Skifahrer und Snowboarder die eigenen Abfahrten oder die Fortschritte des Nachwuchses mit einer Helmkamera. Damit sie die Aufnahmen der eigenen SprĂŒnge so spektakulĂ€r, und die Winterstimmung zwischen schneebedeckten Bergpanoramen in gleißender Sonne so traumhaft wiedergeben, wie man sie erlebt, sollte beim Kauf auf Einiges geachtet werden.

Befestigung muss stabil und flexibel sein

Wichtig ist in jedem Fall ein Spritzschutz, oder besser gleich Wasserdichtigkeit. Denn wenn sich nervengekitzelte Snowboarder steile Abfahrten hinabstĂŒrzen, kann es nass werden. Daneben ist die Befestigung Ă€ußerst wichtig, denn einerseits soll das Bild möglichst wenig ruckeln, andererseits soll der Aufnahmewinkel flexibel sein. Klebepads sind eine gute Möglichkeit: In verschiedenen Formen passen sie sich fast jeder Helmform an. Beim Skifahren wird hĂ€ufig auch eine Art Kopfband eingesetzt, die Kamera wird damit am obersten Punkt des Helmes angebracht. Ein Nachteil ist, dass es keinen Puffer zwischen Kamera und Helm gibt, sodass StĂ¶ĂŸe direkt weitergegeben werden.

Helmkameras in drei Varianten

Helmkameras lassen sich in drei Kategorien unterscheiden: relativ schwere mit wasserdichtem GehĂ€use, lĂ€nglich runde Fingerkameras, die sich perfekt am Helm montieren lassen, und Konzept-Kameras in lĂ€nglicher Form, die hĂ€ufig mit einem Bildschirm an der Seite ausgestattet sind. Die typische Action Cam, die fĂŒr robuste AußeneinsĂ€tze optimiert ist, hat aber weder Display noch sonstige Abspielmöglichkeiten. Mit manchen Modellen lassen sich die Aufnahmen auf dem Smartphone streamen. Generell gilt natĂŒrlich, je kleiner die Kamera ist, desto weniger stört sie. Jedoch steigt mit abnehmendem Gewicht der Preis, will man gleichbleibend hochwertige Aufnahmen.

Akkuleistung auch bei Minusgraden

Ein weiteres Kriterium ist die Akkuleistung. Man sollte sich ĂŒberlegen, welche Laufzeit man fĂŒr seine Zwecke tatsĂ€chlich braucht. Die grobe Akkulaufzeit wird vom Hersteller angegeben und liegt in der Regel zwischen 60 und 200 Minuten Aufnahmezeit. Bei einigen Kameratypen schwĂ€chen niedrige Temperaturen die Lithiumakkus – beim Wintersport eine zentrale Herausforderung.

Heftige StĂ¶ĂŸe mĂŒssen absorbiert werden

Da auf der Piste hĂ€ufig bei schnellen, heftigen Bewegungen und StĂ¶ĂŸen gefilmt wird, muss die Aufnahmetechnik fĂŒr solche Extremsituationen ausgelegt sein, um gute Bilder zu liefern. Einige Hersteller haben etwa Puffersysteme oder StoßdĂ€mpfer in die GehĂ€use eingebaut, dennoch kann es bei preisgĂŒnstigen Modellen zu ErschĂŒtterungen kommen.

Gute Bilder auch bei Gegenlicht

Informieren sollte man sich auch ĂŒber die QualitĂ€t bei schneller Fahrt, Gegenlicht und wechselnden LichtverhĂ€ltnissen, wie in der DĂ€mmerung. Bei höherer Auflösung setzen die Hersteller auf CMOS-Sensoren mit hoher Pixeldichte, da diese meist reaktionsschneller sind. In Testvideos von Nutzern im Internet lassen sich die Bilder von verschiedenen Kameras gut vergleichen.

Auch die verwendeten Speichermedien machen einen Unterschied: GĂ€ngige Systeme sind SDHC und microSDHC sowie Compact Flash-Karten. Den geringsten Platz nehmen microSD-Karten ein, die meisten Daten in der kĂŒrzesten Zeit bewĂ€ltigen in der Regel CF-Karten.

In jedem Fall helfen Erfahrungsberichte, Testauswertungen, Foren und Rezensionen im Internet bei der richtigen Entscheidung. Ist die passende Kamera fĂŒr die eigenen Zwecke erst einmal gefunden, steht einem unvergesslichen Winterurlaub im Kleinwalsertal nichts mehr im Wege – etwa in Mittelberg, dem Ă€ltesten und höchstgelegenen Ort des Tales, in Ifen mit herrlichem Blick auf die Walser Bergwelt oder in ruhiger Panoramalage in Riezlern.

Bildrechte: "Skiabfahrt im Gegenlicht 3", Rainer Sturm/pixelio.de

 
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