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Banken im Kleinwalsertal: Es werden immer weniger

Das Bankensterben geht weiter, besonders stark hat es in den letzten Jahren das Kleinwalsertal getroffen. Das hat einen recht einfachen Grund: Wer sich mit der Geldanlage befasst, der möchte am Ende hohe Gewinne einfahren. Natürlich müssen die Gewinne versteuert werden - wer hier stumm bleibt, der begeht Steuerhinterziehung. Und eben das ist der Grund, warum es im Kleinwalsertal immer weniger Banken gibt. Denn das Kleinwalsertal und die Gemeinde Jungholz waren die Steueroasen für deutsche Anleger, die, als es in Österreich noch ein strenges Bankengeheimnis gab, auf die Gewinne „aufpassten“. Somit war es auch keine Überraschung, dass die Raiffeisenbank Kleinwalsertal ihren Namen umänderte und zur Walser Privatbank AG wurde, um die „schwarzgeldbelastete“ Vergangenheit loszuwerden.

Das Geschäftsmodell mit der Anonymität

Die geografische Lage, also die Tatsache, dass es nur eine Zufahrtmöglichkeit über Deutschland gab, machten die Gemeinden Jungholz und das Kleinwalsertal zu einem extrem beliebten Zollanschlussgebiet für die deutschen Kapitalanleger und Forex Händler, die komplexe Konzepte wie MT4 Donchian Channel Indikatoren mitbrachten. Wie das Geld verdient wurde war im Endeffekt zwar unwichtig, wichtig war das Zusammenspiel einiger Faktoren im Kleinwalsertal.

Zum einen gab es bis vor einigen Jahren in Österreich ein extrem strenges Bankgeheimnis, das jedoch kürzlich aufgehoben wurde. Das lukrative Geschäftsmodell mit der Anonymität, das es in Jungholz oder auch im Kleinwalsertal gab, funktioniert dadurch heute nicht mehr. Folgt man den aktuellen Schätzungen, so haben die Deutschen, als das Bankengeheimnis noch aufrecht war, rund sechs Milliarden Euro an unversteuerten Einnahmen in Österreich gebunkert. Ein Teil davon lag bei den Banken im Kleinwalsertal, wobei die Mitarbeiter ihren Kunden immer wieder Informationen gaben, ob Fahnder unterwegs seien oder nicht. Da gab es schon einmal Anrufe vom Mitarbeiter der Bank, der dem Kunden sagte, er solle den Bus und nicht das Auto nehmen, „weil im Bus wird nie kontrolliert.“

Selbst die Bank Austria musste ihre Filiale schließen

Jungholz war der Ort, der die höchste Bankendichte der Welt hatte. Wohl auch, weil in Jungholz gerade einmal 300 Menschen lebten, es aber drei Banken gab. So gab es das Bankhaus Jungholz, die Volksbank und die Sparkasse. Nachdem das österreichische Bankgeheimnis aufgehoben wurde, endete auch das Geschäftsmodell „Steueroase“.

Das war auch der Grund, warum die Volksbank und die Sparkasse ihre Filialen schließen mussten. Eine ähnliche Entwicklung musste auch das Kleinwalsertal hinnehmen. Auch hier gab es, als das österreichische Bankengeheimnis noch aufrecht war, zwei Sparkassen. Dabei handelte es sich um die Dornbirner Sparkasse, die ein Teil der österreichischen Sparkassenorganisation war, und um eine Filiale der deutschen Sparkasse Allgäu. Auch jene Sparkassen-Niederlassungen gibt es heutzutage nicht mehr. Selbst die Bank Austria, die im Kleinwalsertal eine Filiale hatte, musste ihre Tore für immer schließen. Vor geraumer Zeit wurde die Sparkasse Allgäu sogar von den Altlasten eingeholt - und das, obwohl die Filiale im Kleinwalsertal schon im Juni 2016 ihren Betrieb einstellte.

Heutzutage gibt es für die Privatanleger keine Steueroasen mehr

Mitte März 2017 nahm nämlich die Augsburger Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgrund des Verdachts der Steuerhinterziehung auf. Vorwiegend befasste sich die Staatsanwaltschaft mit den Mitarbeitern der Bank. Ein weiterer Beweis, dass es keine Steueroasen mehr für Privatanleger gibt. Heutzutage gibt es einen stabilen Rechtsschutz und solide Standortoasen. Nicht, weil man Steuern hinterziehen oder sparen möchte, sondern um die Werte und die eigene Lebensqualität absichern zu können – denn das Kleinwalsertal hat so viel mehr zu bieten.

 

Bilder:

 

https://pixabay.com/de/berg-see-schnee-wandern-1812709/

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